Künstler

Der Traum des Elias Holl

Vor zwölf Jahren entschied sich Tony Nardella, als Hommage an die Stadt, die er seine Heimat nennt, ein ganz besonderes Kunstwerk zu malen, welches er Ihnen hier genauer erklären wird...

Der Augsburger Künstler Tony Nardella stellt sein Meisterwerk vor.

Die Kunstwerke des aus Italien stammenden Künstlers Tony Nardella dürften Liebhabern des Augsburger Plärrers bekannt sein, denn hier hat er sich an zahlreichen Fahrgeschäften verewigt. Vor zwölf Jahren entschied sich Tony Nardella, als Hommage an die Stadt, die er seine Heimat nennt, ein ganz besonderes Kunstwerk zu malen, welches er Ihnen hier genauer erklären wird:

Augsburg, die Friedensstadt, Auf dem wunderschönen Kunstwerk gibt es einiges zu entdecken.
Foto: Marcel Eberhardinger

„Zu sehen ist eine allegorische Darstellung der Stadtgeschichte Augsburgs. Die andere Statue ist die Figur des Herkules, ein Symbol der Stärke. Am Himmel sind zwei Vögel zu sehen. Der Falke, der alles sieht und über die Stadt wacht, verdeutlicht durch den goldenen Schlüssel der Stadt.

Der obere Schriftzug Augusta Urbe Felix bedeutet: „Augsburg, eine glückliche Stadt“. Auf dem Bild sind zwei flankierende Statuen zu sehen. Eine der Statuen stellt die mythische Figur des Jason mit dem goldenen Vlies dar, welche den Reichtum und die Macht der Stadt symbolisiert.

Die Schwalbe mit dem Olivenzweig steht für den Frieden. Ein Engel bringt den Perlachturm vom Himmel auf die Erde, was die Genialität des Stadtbaumeisters Elias Holl unterstreicht.

In der Mitte taucht auf einer Insel das Augsburger Rathaus auf. Einerseits eine Parallele zu Atlantis, aber auch zu der italienischen Stadt Venedig, deren Handelsbeziehungen so wichtig für die Fuggerstadt waren.

Das Ganze wird von drei wichtigen Protagonisten beobachtet:

Jakob Fugger, Elias Holl und Kaiser Augustus. Links im Bild ist die Figur des Neptuns, der Gott der Meere, zu sehen. Dieser steht für den Fernhandel und ebenfalls für die Verbindung zu Venedig. In einer Hand hält Neptun ein silbernes Gefäß mit goldenen Verzierungen, Symbol für die Kunstfertigkeit der Augsburger Gold- und Silberschmiede. Darunter zu sehen sind die beiden historischen Wappen der Fugger und der Stadt Augsburg. Auf der anderen Seite eine weibliche Figur, die Muse der Kunst, Musik und Literatur.

Davor steht ein Füllhorn, gefüllt mit Obst, was den Wohlstand der Stadt darstellen soll.

Gleich dahinter ist eine Selbstdarstellung meiner Person zu sehen, als Bürger und Künstler in dieser Stadt.“

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